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Warum der Lockdown besser SELFCARE heißen sollte

Sicher wunderst du dich über diese Headline - und ja sie ist ganz bewusst gewählt, um Aufmerksamkeit zu erwecken, denn diese Zeilen liegen mir besonders am Herzen.
Vorweg: Ich bin mir darüber bewusst, dass sowohl Julia als auch ich uns aktuell in einer sehr privilegierten Situation befinden. Wir haben beide die Möglichkeit im Home Office unseren Job weiter auszuüben und keine Kinder, um deren Zukunft und schulische Bildung wir uns sorgen müssen. Dafür bin ich super dankbar. Dennoch gibt es neben den vielen selbstständigen Künstlern und Gastronomen – für deren aktuelles Schicksal wir tiefes Mitgefühl empfinden – sehr viele Menschen, denen es so geht wie uns. Und trotzdem erweckt es den Anschein, als würde ein Großteil dieser Menschen den "Lockdown" immer noch als Strafe der Regierung sehen.

Wenn ich auf die Zeit vor Corona zurückschaue, gab es da immer diese eine Liste in meinem Kopf, mit Dingen, die ich einmal tun möchte, wenn ich "mehr" Zeit hätte. Und damit meine ich nicht den Kleiderschrank ausmisten oder die Fenster putzen – nein, auf dieser Liste stehen Dinge wie: früher ins Bett gehen, wieder mehr zu lesen, Yoga machen, ein Fotobuch unserer letzten Urlaube anfangen (und auch zu Ende bringen!), eine Fastenkur einlegen und wenn ich dann mal ganz viel Zeit hätte, würde ich anfangen Spanisch zu lernen. Eine imaginäre Liste voll mit Dingen, für die ich mir selbst nicht die Zeit genommen habe, in dem Glauben, dass ich dafür jetzt gerade einfach keine Zeit habe. Genau so geht es mir, wenn ich an die Vorweihnachtszeit der letzten Jahre zurückdenke. Jedes Jahr klopft Weihnachten plötzlich an der Tür, ich schreibe kurz vor Knapp meine Weihnachtsgrüße, suche verzweifelt nach Geschenken und mit einem schnellen Gang über den Weihnachtsmarkt denke ich mir "Schade, schon zwei Tage vor Weihnachten. Nächstes Jahr nimmst du dir mehr Zeit, um diese Dinge ganz entspannt zu tun und mehr zu genießen!"

Jetzt haben wir Corona, einen zweiten Lockdown und es schreit förmlich danach, als würde das Universum sagen wollen "Verdammte Axt - mach es endlich – und zwar genau jetzt! Nimm die Zeit und mach was draus!" Und was tun wir? Wir wissen nichts mit der Zeit anzufangen, weil wir uns auf die Dinge fokussieren, die das Wort "Lockdown" beinhaltet: Nämlich das, was eben gerade nicht möglich ist.
Wir beschweren uns darüber, dass keine Weihnachtsmärkte stattfinden, die ohnehin unseren Ernährungsplan durchkreuzen würden, dass die Fitnessstudios geschlossen sind, wobei uns das daran gehindert hat mehr zu lesen, neue Rezepte auszuprobieren und sich in aller Ruhe Gedanken um die Weihnachtsdeko und Weihnachtsgeschenke zu machen. Und zu allem Übel werden die Tage jetzt auch noch immer kürzer und es draußen früher dunkel. Schade, wo wir uns doch schon so lange vornehmen eher ins Bett zu gehen.

Es ist an der Zeit den Blickwinkel zu verändern und still zu werden. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt einen Schritt zurück zu treten und einen Blick auf das eigene Leben zu werfen, um darüber nachzudenken, ob das Leben, das wir gerade leben denn überhaupt das ist, wonach wir uns sehnen. Ist es der Job, der uns erfüllt? Sind das die Hobbys, die mich wirklich glücklich machen und mit welchen Menschen verbringe ich wirklich gerne meine Zeit?
Lasst uns zusammen den Fokus auf die Liste in unseren Köpfen werfen und anfangen diesen verdammten Lockdown als Chance zu sehen das zu tun, was uns wirklich wichtig ist!
Genießt die Zeit mit euren Kindern, das Plätzchen backen und Spazieren gehen an der frischen Luft. Genießt die langen Abende auf der Couch, mit Tee und Kakao. Nehmt euch die Zeit für einander, aber denke dabei auch an dich selbst.
Denn #selfcare ist das neue #lockdown